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Mehr Wolken beim Höhenflug

Konjunkturbericht mit sehr guten Daten und weniger guten Erwartungen

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: 2 Min.

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Einen klaren Unterschied zwischen Lage und Erwartungen verzeichne der jüngste Konjunkturbericht, stellte bei dessen Vorstellung gestern Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der Berliner Industrie- und Handelskammer, fest. Erstmals seit drei Jahren habe sich das Wirtschaftsklima etwas abgekühlt. Der Konjunkturklimaindex sank von 139 Punkten im Mai auf nun 127 Punkte im September. In Beziehung gesetzt werden dabei Geschäftslage und Erwartungen. Das Mittel der letzten zehn Jahre liegt bei 108 Punkten.

Der heutige Wert sei, so Eder, »immer noch hervorragend«. Zur Verdeutlichung wählte er das Beispiel eines Segelfliegers. Der sei schön hoch gestiegen, sehe nun aber Wolken auf sich zukommen. Ob sie nichts oder neuen Aufwind bringen, vielleicht aber auch gemieden werden sollten, wisse man noch nicht so recht.

Derzeit machten die Unternehmen gute Geschäfte, Verunsicherungen würden die weltwirtschaftliche Situation und die Schuldenkrise mit sich bringen, erläuterte Jan Eder. Trotz abgeschwächter Wachstumsaussichten will ein Viertel der befragten Unternehmen zusätzliches Personal einstellen. Lediglich ein Zehntel geht von Entlassungen aus.

Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, schaute noch etwas glücklicher drein. »Es ist Krise und keiner macht mit«, scherzte er. So konnte er von einem »stabilen Aufwärtstrend« berichten und einem Ansteigen des Geschäftsklimaindexes des Handwerks zum fünften Mal in Folge. Aktuell wurde der Rekordwert von 112, das sind zehn Punkte über dem Vorjahreswert, erreicht. Das Geheimnis des Erfolges sah Jürgen Wittke in gut aufgestellten und gesunden Betrieben, deren Zahl erstmals seit langem wieder steige. Die Branche habe den Strukturwandel im Anschluss an den Boom der Nachwende gemeistert. Eine besonders gute Lage herrsche im Gastgewerbe wegen des Touristenansturms und in der Bauwirtschaft. Hier seien nur bei öffentlichen Aufträgen Einbußen zu verzeichnen, sagte Wittke, und warnte vor einem Sanierungsstau.

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