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Kontroverse Kunsthalle

(nd). Der Berufsverband Bildender Künstler Berlins (bbk) hat die Pläne von SPD und CDU zu einer permanenten Kunsthalle scharf kritisiert. So sei eine »privat finanzierte Investorenkunsthalle«, deren laufende Kosten nach ihrem Bau aus dem Kulturhaushalt finanziert werden sollten, »das Letzte, was die Berliner Kultur« brauche, so der bbk in einer Erklärung. Der »in Berlin arbeitende Fach- und Sachverstand für zeitgenössische Bildende Kunst« habe sich im Rahmen der Kunsthallendiskussion und der Proteste gegen die Ausstellung »based in berlin« nahezu einhellig für einen Ausbau der in Berlin bereits vorhandenen Infrastruktur für die Bildende Kunst ausgesprochen. Ein »ressourcenfressendes Neubauprojekt« sei daher nach Ansicht des bbk abzulehnen. Es sei zudem ein Alarmsignal, dass die Einwände der Künstler einfach ignoriert würden.

Kritik übt der Künstlerverband auch am geplanten Finanzierungsmodell, dem Public Private Partnership, bei dem Investitionskosten von privaten Partnern vorfinanziert würden, laut bbk aber dennoch vollständig vom Land bezahlt werden müssten. Jüngste Beispiele für solche öffentlich und privat mischfinanzierte Kulturprojekte seien die Elbphilharmonie in Hamburg und das Berliner Tempodrom - beides nach Meinung des bbk kaum gute Vorbilder.

Wenn mit der Vereinbarung zwischen SPD und CDU hingegen nur gemeint sei, dass der Senat ein weiteres rein privat finanziertes Ausstellungshaus in Berlin nicht behindern wolle, hätte man diese Übereinkunft laut bbk gar nicht erst zu treffen brauchen.

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