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Demonstrationen, Blockaden und Besetzungen – im katalanischen Gesundheitssystem gibt es erbitterte Kämpfe

  • Von Ralf Hutter, Barcelona
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Haushaltskrise: Im Zuge allgemeiner drastischer Etatkürzungen muss das spanische Bundesland Katalonien alleine im Gesundheitssektor fast eine Milliarde Euro sparen - für viele Menschen ein weiterer Grund zur Empörung.

Am 15. Juni blockierten Tausende die Zugänge zum Regionalparlament, als die erste Lesung des aktuellen Sparhaushaltes anstand. Die Ausgaben sanken um zehn Prozent.

Auch in Barcelona hat in diesem Jahr die spanische Sozialprotest-Bewegung »15-M«, die ab dem 15. Mai öffentliche Plätze mit Camps überzog, mit spektakulären Aktionen für Aufsehen im In- und Ausland gesorgt. Sie konnte dabei auf dem Konflikt im Gesundheitssystem aufbauen, der schon im April eskaliert war: Wöchentlich wurden (und werden zum Teil immer noch) etwa wichtigste Straßen, gar Autobahnen besetzt - angemeldet und somit legal. Diese Proteste haben sich mittlerweile ausgedehnt und müssen im Zusammenhang mit der »15-M-Bewegung« gesehen werden.

»Wir erleben zur Zeit ständig Akte des Ungehorsams im Gesundheitssystem«, sagt Xaviera Vilamitjana. Die 33-Jährige mit einem Abschluss in Geschichte hat soeben begonnen, Krankenpflege zu studieren. »Die Polizei wird ausgebaut, während dem medizinischen Personal bereits für 2012 gravierende Lohneinbußen auferlegt wurden«, empört sie sich. Eine Freundin, die als Hebamme in einem Krankenhaus...

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