René Heilig 26.10.2011 / Inland

Odysseus' Erben

Die Rohlinge und das Kanzleramt

Staatstrojaner, Bundestrojaner - wer schiebt wem was warum in den Computer? Heute soll das umstrittene Thema im Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages aufgerufen werden. Doch das arbeitet, wie die von ihm zu beaufsichtigenden Geheimdienste, geheim.

Als ein Kollege der FAZ den Bundestagsabgeordneten Hans-Peter Uhl jüngst daran erinnerte, dass er »mal der beste Jurist im Münchner Rathaus« gewesen sei, wehrte der Gelobte bescheiden ab: »Das mit dem besten Juristen ist sicher übertrieben«, sagte er, freute sich aber, im folgenden Interview jede Menge »Unterstellungen« entkräften zu können, die gerade die Runde machten.

Zum Beispiel die, dass die Behörden prinzipiell Software verwendeten, die unzulässige Funktionalitäten aufweist; dass Dritte dadurch nach Belieben Computer manipulieren könnten; dass bei einer Quellen-Telekommunikationsüberwachung automatisch Kameras und Mikrofone in Gang gesetzt würden. Uhl baute falsche Pappkameraden auf und merkte an, sich bei der Trojaner-Debatte im Bundestag fürchterlich geärgert zu haben. Und zwar über seinen Vorredner, Jan Korte. Der habe »unverantwortliche Zerrbilder in die Welt gesetzt - als überwachte eine außer Rand und Band geratene St...

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