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Engel, schießwütig

  • Von Roberto Becker
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Seit Beginn der Spielzeit hat die Oper wieder einen ordentlich bestellten Intendanten. Und Riccardo Chaillys Gewandhausorchester hat, für seine zweite Identität als Opernorchester, auch wieder einen GMD. Ulf Schirmer ist beides. Er versucht, dem Publikum mehr zu bieten als wiederaufgenommene Inszenierungen von Chefregisseur Peter Konwitschny.

Dass man zur Spielzeiteröffnung mit einer neuen »Tosca« das Publikum auf seine Seite ziehen wollte, ist legitim. Dass man es allerdings mit einer so unpolitischen, den Kitsch tuschierenden und die verstaubte Operngeste pflegenden Inszenierung wie jener von Michiel Dijkema versuchte, verpasst den hohen Erwartungen einen ziemlichen Dämpfer.

Aus dem einen metaphorischen Licht werden in Leipzig gleich tausend Wachskerzen auf der Bühne, die dort langsam herunterbrennen. Die Kirchenatmosphäre trumpft zum Te Deum gewaltig auf, wenn hinter der bühnenbreiten Lichtinstallation eine riesige Orgel hoc...


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