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Zelte verteilen!

Kommentar von Jenny Becker

Der heutige Weltspartag ist von trauriger Aktualität. Entstand er doch in einer Zeit, in der das Vertrauen in die Banken mühsam zurückerobert werden musste. 1924, kurz nach der Hyperinflation in Deutschland, versuchten die Sparkassen, mit der Erfindung des Spartages die Menschen zu überzeugen, dass ihr Geld auf den Konten sicher sei. Das ist auch jetzt wieder nötig. Mitten in der Krise wirkt das Tagesmotto der Sparkassen allerdings wie ein schlechter Witz: »Goldene Zeiten für ihre Finanzen«. In gewissem Sinn ist das schlicht Realitätsbeschreibung. Hat doch die »Süddeutsche Zeitung« berichtet, dass immer mehr Menschen Gold ankaufen - aus Angst vor dem schwindenden Wert des Geldes.

Da ist fraglich, ob Anleger und vor allem Nachwuchssparer, an die sich dieser Tag richtet, mit Luftballons und Gewinnspielen besänftigt werden können. Statt dessen sollte man in den Filialen heute Zelte und Campingkocher verteilen - und damit ein Zeichen setzen gegen gewissenlose Spekulation und überhöhte Rendite. Aus Solidarität mit jenen, die an öffentlichen Plätzen gerade für ein Umdenken in der Finanzpolitik demonstrieren. So würde man tatsächlich daran erinnern, verantwortungsbewusst mit Geld umzugehen. Das wäre mal ein Weltspartag!

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