Christian Bunke 04.11.2011 / Bewegung

Der größte Streik in der Geschichte

Großbritanniens Gewerkschaften planen für den 30. November Protest gegen die Rentenpläne der Regierung

Rund drei Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst werden am 30. November streiken, eine größere Anzahl als zum Höhepunkt des Generalstreiks im Jahr 1926. Je näher dieser Tag rückt, desto mehr steigt die Nervosität auf beiden Seiten.

Am 30. November wird es den größten Streiktag der britischen Geschichte geben. Bei dem Ausstand geht es um die Renten im öffentlichen Dienst. Diese sind in eine Vielzahl unterschiedlicher Rentenmodelle aufgegliedert, je nach Behörde, Arbeitsplatz und Beschäftigung. Grundsätzlich geht es aber nach dem Willen der Regierung um eines: Beschäftigte sollen länger arbeiten und am Ende ihrer Lebensarbeitszeit weniger Rente bekommen. Dafür sollen sie während ihres Berufslebens mehr einzahlen.

Diese Woche legte die Regierung erstmals ein leicht verbessertes Angebot vor. In diesem wird die Gesamtsumme, die im öffentlichen Sektor für Renten pro Jahr ausgegeben werden soll, etwas angehoben. Somit würden Beschäftigte etwas mehr Rente erhalten, aber immer noch weniger als sie durch das derzeitige System bekommen. Die Beamtengewerkschaft PCS errechnete zum Beispiel, dass auch durch den neuen Vorschlag Staatsangestellte immer noch über 16 000 Pfund...

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