Kompromiss als Hauptwerkzeug

Ex-Staatssekretärin will OB in Rostock werden

  • Von Velten Schäfer, Rostock
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Rostocker OB-Wahl im Februar ist 2012 der einzige bedeutende Urnengang in Mecklenburg-Vorpommern. Entsprechend früh laufen sich die Kandidaten warm. Die Linkspartei war nun die letzte politische Kraft, die ihre Kandidatin vorstellte.

Das Doppelzelt, in dem derzeit das Rostocker Volkstheater spielen muss, liegt an der wenig attraktiven Werftstraße. Im Inneren ist es zwar recht mondän und nach einer Weile vergisst man fast, sich auf einer schnöden Brache zu befinden. Dennoch ist es eigentlich unhaltbar, dass Kultur in der größten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns in einem Provisorium stattfindet. Da aber die Landesregierung »Strukturreformen« sehen will, bevor über den dringend benötigten Neubau geredet wird, könnte das seit September geöffnete Zelt noch lange stehen.

Festgefahrene Situation

Die Situation mit dem Theater, sagt LINKE-Landeschef Steffen Bockhahn, sei geradezu typisch für die Rostocker Stadtpolitik: absolut festgefahren. Dass die Rostocker Linkspartei ihre Oberbürgermeisterkandidatin ausgerechnet in diesem Ambiente präsentiert, soll ein politisches Signal in die Stadt senden: Der politische Kolbenfresser, der die Hansestadt lähmt, weil sich der parteil...


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