Ulrike Gramann 12.11.2011 / Wochennd

Kronleuchter & Boxsack

Frauen erfüllen sich den Traum von der eigenen Kampfsportschule

Ripkick gegen den Sandsack
Fenster zu bei laut!« hat jemand auf ein Blatt Papier geschrieben und es ans Fenster gepappt. Zitronengelbe Matten auf dem Boden. Boxsäcke sind an der Wand festgegurtet, die schon abgeplatzte Stellen und Verfärbungen vom Anprall des dunklen Leders zeigen. Bei »Lowkick«, sechzig Stufen über dem Fabrikhinterhof in der Berliner Urbanstraße, beginnt das Selbstverteidigungstraining für Mädchen ab acht. Die Kinder sind überdreht, ein Mädchen im Sternchen-T-Shirt umkreist den Raum und bellt. Zwölfjährige mit fest geschlungenen Kopftüchern tun erhaben. Theresa Schulz, Trainerin, bildet einen Kreis mit den Mädchen und fragt jedes nach seinem Namen und danach, was es besonders gut kann. »Kämpfen«, ruft eines gleich. Zuerst wird mit Worten gekämpft, beim Aufwärmen: »Ihr könnt gefangen werden, aber nur, wenn ihr es nicht schafft, rechtzeitig stopp zu sagen!« Manche rennen wie wild, Vorsichtigere möchten am liebsten stehenbleiben, um den Moment zum Stopp-Sagen nicht zu verpassen. Theresa feuert sie an.

Boxen boomt seit Jahren, auch für Frauen. Kickboxen, die freche Schwester des klassischen Boxsports, profitiert davon. Gemeinhin gilt dieser Sport als besonders hart, weil neben Faustschlägen auch hohe Tritte, Ell- bogen- und Schienbeinstöße praktiziert werden. Im September 2009 gründeten langjährige Aktivistinnen und neu Begeisterte in Berlin den Verein »Lowkick. Selbstverteidigung und Thai/Kickboxen für Frauen und Mädchen«, der seitdem auf 160 Mitglieder gewachsen ist, Tendenz steigend.

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