Lutz im Archiv

Brechts Jungstar

Die Brecht-Schauspielerin Regine Lutz hat ihr Archiv der Berliner Akademie der Künste übergeben. Lutz' Sammlung enthalte Aufführungsfotos, Kritiken, Verträge, Korrespondenzen, selbst verfasste Manuskripte sowie Unterlagen zu ihrer Tätigkeit als Schauspiellehrerin u.a. an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München, teilte die Akademie mit. Der bedeutendste Teil des Archivs sind mehr als 1000 Briefe, die die gebürtige Schweizerin zwischen 1942 und 1968 mit ihren Eltern in Basel wechselte. Darin erzählt die junge Schauspielerin auch anschaulich von der Arbeitssituation am Berliner Ensemble.

Lutz hatte 1947 als 18-Jährige am Zürcher Schauspielhaus debütiert, wo sie Bertolt Brecht kennenlernte. 1949 holte Brecht sie an das Berliner Ensemble, wo sie zum Jungstar des Theaters wurde, wie es in der Mitteilung der Akademie heißt. Das Regine-Lutz-Archiv erweitere die Brecht-Sammlung mit insgesamt mehr als 20 Archiven - neben dem von Brecht selbst gehören dazu Sammlungen von Helene Weigel, Hanns Eisler, Paul Dessau, Ernst Busch, Benno Besson und Peter Palitzsch. Lutz trat seit den 60er Jahren an vielen deutschsprachigen Bühnen auf und spielte auch in Kino- und Fernsehfilmen. Sie lebt heute in München. dpa

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