Störrischer Kran

Zwangspause bei Aufbau des Kernfusionsprojektes in Greifswald

  • Von Martine Rathke, dpa
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Das Kernfusionsexperiment »Wendelstein 7-X« in Greifswald gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Energiegewinnung aus einem künstlichen Sonnenfeuer. Doch erneut verzögerte eine Panne die Fertigstellung der hochkomplexen Anlage.

Greifswald (dpa/nd). Es war ein Fehler im Detail: Am Donnerstagmorgen sollte am Greifswalder Max-Planck-Institut das letzte Modul des Kernfusionsexperiments »Wendelstein 7-X« montiert werden, doch dann bewegte sich nichts. Der Spezialkran, mit dem das 100 Tonnen schwere, futuristisch aussehende Modul samt seiner 15 Tonnen schweren Unterschale an seine Endposition gehoben werden sollte, reagierte nicht auf die Eingaben der Techniker.

»Die Fernsteuerung ist kaputt«, sagte Montageleiter Lutz Wegener. Das Element wird nun an die Herstellerfirma geschickt, wo der Fehler behoben werden soll. Die Montage wurde auf nächste Woche verschoben. Weil die Störung nicht die hochkomplexe Anlage selbst betreffe, sehe er den Vorfall ganz entspannt, sagte Institutsdirektor Thomas Klinger...


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