Rückenwind für Spitzenspiel

Potsdam im Viertelfinale der Champions League - jetzt wartet Frankfurt

  • Von Benjamin Burkarth, SID
  • Lesedauer: 2 Min.

Für die Frankfurterinnen gilt »Verlieren verboten« - bei Potsdam soll die Tormaschine weiter auf Hochtouren laufen: Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen vor dem Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam am Sonntag nicht sein.

Symptomatisch für den derzeitigen Gemütszustand der beiden deutschen Spitzenklubs verliefen die Generalproben in der Champions League. Während der Tabellenführer aus Potsdam mit einem 7:0 (4:0)-Kantersieg bei Glasgow City weiter Selbstvertrauen tanken konnte, kassierten die Frankfurterinnen mit dem 1:2 (1:1) bei Paris St. Germain die zweite Niederlage innerhalb von nur vier Tagen.

Zwar zog der Pokalsieger dank eines 3:0-Sieges im Hinspiel trotzdem ins Viertelfinale der Königsklasse ein, doch ein Erfolgserlebnis hätte den Frankfurterinnen durchaus gut getan. Schon am vergangenen Bundesliga-Spieltag hatten sie beim Aufsteiger SC Freiburg überraschend mit 0:1 die erste Saisonniederlage kassiert und die Tabellenführung an den Titelverteidiger aus Potsdam verloren.

»Wir haben uns in eine Situation gebracht, in der wir jetzt nicht verlieren dürfen. Wir werden unser Bestes geben, um den Rückstand wieder wettzumachen und im Titelkampf wieder auf Augenhöhe zu sein«, sagte Frankfurts Trainer Sven Kahlert vor dem »richtungweisenden Spiel«, bei dem 4000 bis 5000 Zuschauer erwartet werden. Sollte sich Potsdam im Stadion am Brentanobad durchsetzen, hätte der Meister in der Tabelle schon sechs Punkte Vorsprung.

In Potsdam will man die angeschlagenen Frankfurterinnen aber in keinem Fall unterschätzen. Für Geschäftsführer Mathias Morack spielen die letzten Resultate in der Champions League für das direkte Duell »keine Rolle«, da »beide Mannschaften nicht in der stärksten Formation gespielt haben«. Morack erwartet, dass im Spitzenspiel »die Tagesform über den Sieger entscheidet«. Er weiß aber auch, dass Frankfurt »mehr unter Druck« steht: »Die müssen, wir wollen. Das ist der Unterschied.«

In Paris verloren die Frankfurterinnen zudem nicht nur Selbstvertrauen, sondern in Ana Maria Crnogorcevic auch die beste Spielerin auf dem Platz. Die Schweizerin hatte zunächst das zum Weiterkommen wichtige Auswärtstor erzielt, musste in der 28. Minute nach einem Foul aber mit einem Bänderriss in der Schulter ausgewechselt werden. Für die 21-Jährige ist die Hinrunde gelaufen.

Auch ohne Crnogorcevic erwarten die Zuschauer in den Kadern der beiden Spitzenteams insgesamt 27 aktuelle und ehemalige Nationalspielerinnen aus zehn Nationen. So treffen auch die beiden japanischen Weltmeisterinnen Yuki Nagasato (Potsdam) und Saki Kumagai (Frankfurt) aufeinander.

9.Spieltag

Duisburg - FC Bayern Sa. 14.00

Hamburg - Jena So. 11.00

Frankfurt - Potsdam So. 14.00

Freiburg - Wolfsburg So. 14.00

Leverkusen - Essen So. 14.00

Leipzig - Bad Neuenahr So. 14.00

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