Sirleaf wird Präsidentin

Wahl in Liberia entschieden

Nach der Präsidentschaftswahl in Liberia hat sich der Oppositionsführer Winston Tubman grundsätzlich zur Kooperation mit der Gewinnerin Ellen Johnson Sirleaf bereit erklärt.

Monrovia (AFP/nd). »Da Frau Sirleaf nun die Präsidentschaft beanspruchen wird und von der internationalen Gemeinschaft anerkannt wird, müssen wir einen Weg finden, mit ihr zusammenzuarbeiten«, so Tubman am Freitag. Er war in der ersten Runde auf Platz zwei gekommen, hatte aber der Regierung Wahlfälschung vorgeworfen und sich aus der Stichwahl am Dienstag zurückgezogen.

Nach Angaben der Nationalen Wahlkommission kam Sirleaf nach Auszählung der Stimmzettel von knapp 87 Prozent der Wahllokale bei einer Beteiligung von 37,4 Prozent auf 90,8 Prozent der Stimmen. Obwohl Tubman nicht offiziell antrat, erhielt er neun Prozent. Tubman bekräftigte am Freitag seine Ablehnung der Ergebnisse, beteuerte aber, er sei bereit, »die Wunden des Landes zu heilen und es zu vereinen«. Die geringe Wahlbeteiligung wertete er als Zeichen, dass Sirleaf nicht die Unterstützung des Volkes habe.

Sirleaf, die den Friedensnobelpreis erhält, hatte nach ihrem Wahlsieg der Opposition die Hand zur Zusammenarbeit ausgestreckt. Tubman sagte, seine Partei stehe »nicht zum Verkauf«. Zugleich betonte er, er bemühe sich, die Jugend seiner Partei von Protesten gegen die Wahlen abzuhalten.

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