Werbung

Irritierendes Geschäftsgebaren

Familie des Brandenburger Finanzministers Markov beschäftigt die LINKE

Potsdam (dpa/nd). Teile der Familie von Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov (LINKE) haben mit ihrem Geschäftsgebaren den Landesverband der Linkspartei irritiert. In einem Schreiben an märkische Landräte, Bürgermeister und Ortsvorsteher hatte die Leipziger Firma von Markovs Bruder und dessen Sohn um Projektaufträge geworben. Gleich im ersten Satz wurde auf die langjährige Tätigkeit für den Landesvorstand der Linkspartei hingewiesen. Über das Schreiben, das der dpa vorliegt, hatten mehrere Medien berichtet.

»Weder der Finanzminister noch wir wussten davon«, sagte LINKE-Landeschef Thomas Nord am Donnerstag auf Anfrage. Nachdem das Schreiben beim Landesverband der Partei bekannt geworden war, forderte dieser die Firma auf, künftig derartige Hinweise zu unterlassen. Man lehne die Verquickung wirtschaftlicher und politischer Interessen ab, hieß es. Bei den angebotenen Projekten - der Vermittlung von Flächen für Solaranlagen - habe es keinen Zusammenhang zur Tätigkeit für den Landesverband gegeben, so Nord. Die Firma habe die Partei bei Reformprozessen begleitet, etwa durch Kommunikationstraining.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!