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London gerät außer Sichtweite

Volleyballerinnen verlieren gegen Japan 2:3

  • Von Uli Schember, SID
  • Lesedauer: 2 Min.

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Angelina Grün stand nach der bitten Niederlage minutenlang wie erstarrt auf dem Spielfeld, Bundestrainer Giovanni Guidetti trat wütend gegen einen Stuhl: Die deutschen Volleyballerinnen haben beim Weltcup in Japan durch ein knappes 2:3 (20:25, 25:23, 27:25, 17:25, 12:15) gegen die Gastgeberinnen eine große Chance liegen lassen und können das Olympiaticket bei diesem Qualifikationsturnier nicht mehr aus eigener Kraft lösen.

Guidetti hatte den Schuldigen nach der bitteren Niederlage schnell ausgemacht. »Was sich heute Abend hier abgespielt hat, war grausam. Nach fünf Jahren Arbeit ist so ein Spiel mit so vielen unglaublichen Fehlern des Schiedsrichters sehr, sehr schlecht für mich und mein Team«, sagte der Italiener. Schon unmittelbar nach dem verwandelten Matchball hatte Guidetti immer wieder angezeigt, dass der Ball deutlich im Aus gewesen sei. Doch der Punkt der Japanerinnen zählte.

Durch die Niederlage wird der Sprung nach London für das Team um Kapitän Margareta Kozuch deutlich schwieriger. Heute (7 Uhr MEZ) muss die deutsche Mannschaft China sehr klar schlagen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Japan anschließend gegen die USA verliert. Allein der eigene eindeutige Sieg gegen die derzeit drittplatzierten Chinesinnen ist jedoch kaum vorstellbar.

Beim Weltcup werden insgesamt drei Olympiatickets vergeben, Italien und die USA haben sich bereits zwei davon gesichert. Sollte die deutsche Mannschaft in Japan scheitern, ist der Kampf um die Teilnahme an den Sommerspielen 2012 aber noch nicht verloren. Sie müsste dann den Weg über ein Kontinental- und möglicherweise ein Weltturnier gehen.

Gegen die Japanerinnen kam der Vize-Europameister nur schwer ins Spiel und gab den ersten Durchgang ab. Erst im zweiten Satz fand das deutsche Team seinen Rhythmus und glich aus. Angelina Grün sorgte vor 10 000 Zuschauern für den entscheidenden Punkt.

Auch am Ende des dritten Durchgangs trumpfte die Außenangreiferin groß auf. Grün erspielte beim Stand von 25:25 den dritten Satzball und verwandelte diesen anschließend selbst. Den Japanerinnen gelang danach der Ausgleich, der fünfte Satz musste das Spiel entscheiden. Die Gastgeberinnen hatten im Tie-Break die besseren Nerven und verwandelten ihren zweiten Matchball.

Beste deutsche Spielerinnen waren Grün (25 Punkte) und Kozuch (18). Bei den Japanerinnen war vor allem Saori Kimura (26) kaum zu stoppen.

4. Runde, in Tokio

China - Kenia 3:0
Dominikanische Republik - Südkorea 3:2
Italien - USA 1:3
Algerien - Brasilien 0:3
Japan - Deutschland 3:2
Argentinien - Serbien 0:3
1. USA 10 27:7 26
2. Italien 10 28:8 25
3. China 10 27:13 23
4. Japan 10 24:11 21
5. Deutschland 10 25:14 20
6. Brasilien 10 22:16 18
7. Serbien 10 19:19 15
8. Dom. Republik 10 17:22 12
9. Argentinien 10 9:23 9
10. Südkorea 10 10:24 8
11. Algerien 10 4:28 3
12. Kenia 10 3:30 0

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