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Den Bayern den Spaß genommen

Mainz 05 macht durch 3:2-Erfolg gegen die Münchner Favoriten die Fußball-Bundesliga wieder spannend

  • Von Detlef Rehling, dpa
  • Lesedauer: 3 Min.

Die Mainzer Spieler kamen nach dem Abpfiff kaum noch runter vom Zaun, die Fans reckten die Arme nach ihnen und Trainer Thomas Tuchel triumphierte: »Wir waren heute schlau und wir waren clever.« Der Jubel nach dem 3:2 (1:0)-Sieg des FSV gegen den FC Bayern München kannte am Sonntagabend kaum Grenzen. Der Coup gegen den gestürzten Tabellenführer verschafft Mainz Luft im Abstiegskampf und der Fußball-Bundesliga Spannung.

Tuchel und Christian Heidel lagen sich zwar nach dem Schlusspfiff in den Armen, der Mainzer Manager warnte jedoch: »Erfolge gegen die Bayern sind immer etwas Besonderes. Aber wir müssen am Samstag in Wolfsburg ähnlich unangenehm aufspielen und nachlegen, sonst relativiert sich der Sieg.«

Tuchel hat sich mit seinen »Matchplänen« in der Liga einen Namen gemacht. 13 Spiele lang griffen sie nicht wie gewünscht. So war der Fünfte der Vorjahressaison in die Abstiegszone gerutscht und ging gegen den Rekordmeister vom Relegationsplatz ins Spiel. »Wir waren sehr aggressiv, kompakt, wir haben unglaublich schlau die Räume verdichtet und die Bayern in Zweikämpfe verwickelt. Den Ausschlag hat aber auch gegeben, dass wir Vertrauen in den eigenen Ballbesitz hatten und das Glück erzwungen haben«, lobte der Trainer sein Personal und auch sich selbst für die moderne Fußballtaktik, die dem hohen Favoriten den Spaß am Spiel nahm.

»Jeder weiß, dass der Trainer ein guter Motivator ist. Wir hatten nie das Gefühl, nicht gegen die Bayern gewinnen zu können. Wir haben das Potenzial, es ist in uns«, meinte Andreas Ivanschitz mit glänzenden Augen. Der österreichische Nationalspieler ebnete mit dem 1:0 (10. Minute) den Weg zum Sieg. Der überragende Marco Caligiuri (65.) brachte mit seinem Kracher aus 25 Metern nach Daniel van Buytens Ausgleich (56.) die Zuversicht zurück und machte das 3:1 von Niko Bungert (74.) möglich. Das Aufbäumen der Bayern nach van Buytens zweitem Treffer (79.) überstanden die Mainzer mit viel Leidenschaft und etwas Glück.

»Wir wissen ja, wie es sich anfühlt gegen die Bayern zu gewinnen. Aber toll ist es immer noch. Manuel Neuer überwunden zu haben, das freut mich besonders. Das ist eine der schwersten Aufgaben in Deutschland«, meinte Torschütze Bungert, der aus gemeinsamen Schalker Zeiten gut mit dem Nationaltorwart bekannt ist. »Das war Balsam für die Seele. Das war Mainz 05 in Reinkultur«, adelte Vereinspräsident Harald Strutz den Sieg.

Mainz - FC Bayern 3:2 (1:0)

1. Borussia Dortmund 14 29:9 29

2. Mönchengladbach 14 23:9 29

3. Bayern München 14 34:8 28

4. Werder Bremen 14 25:21 26

5. FC Schalke 04 14 28:20 25

6. Bayer Leverkusen 14 20:19 22

7. VfB Stuttgart 14 20:15 21

8. Hannover 96 14 18:22 20

9. 1899 Hoffenheim 14 16:16 18 10. Hertha BSC 14 21:22 18

11. 1. FC Köln 13 20:29 16

12. VfL Wolfsburg 14 19:28 16

13. FSV Mainz 05 13 19:25 15

14. 1. FC Nürnberg 14 14:24 15

15. Hamburger SV 14 18:26 14

16. Kaiserslautern 14 10:18 13

17. SC Freiburg 14 19:30 12

18. FC Augsburg 14 12:24 11

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