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Was bei Reisen ins Ausland zu beachten ist

Reisekrankenversicherung

Wer ins Ausland reist, sollte an eine Reisekrankenversicherung denken. Denn außerhalb Europas sieht der gesetzliche Schutz in der Regel nur eine medizinische Grundversorgung vor. Auch für Behandlungen in den Ländern der Europäischen Union werden längst nicht alle Kosten übernommen.

Die Rechtsanwältin Esther Grafwallner, Expertin bei der ERV Europäische Reiseversicherung, erklärt in diesem Zusammenhang wichtige Begriffe: Krankenrücktransport, »medizinisch notwendig« und »medizinisch sinnvoll«.

Krankenrücktransport

Auch auf Reisen ins Ausland ist man nicht vor Unfällen und schweren Krankheiten gefeit. Eine Behandlung am Urlaubsort ist jedoch nicht immer möglich. In manchen Ländern liegt der medizinische Standard deutlich unter dem deutscher Kliniken. In solchen Fällen wünschen sich Erkrankte, schnellstmöglich in die Heimat zurückkehren zu können. Da für einen Rücktransport meist spezielle Transportfahrzeuge und medizinische Fachkräfte notwendig sind, kann dieser sehr teuer werden. Wichtig zu wissen ist: Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten hierfür grundsätzlich nicht.

»Medizinisch notwendig«

Manche Versicherer übernehmen die Kosten für einen Rücktransport in die Heimat nur dann, wenn dieser »medizinisch notwendig« ist. Das ist nur dann der Fall, wenn eine Behandlung im Urlaubsland nicht möglich ist. Häufig wird der behandelnde Arzt vor Ort aber darlegen, dass er sehr wohl in der Lage ist, den Patienten medizinisch zu versorgen. Die Folge: Der Patient bekommt die Kosten für einen Rücktransport nicht von seiner Versicherung erstattet und muss im Urlaubsland seine Genesung abwarten - oder den Transport in Eigenregie organisieren und finanzieren.

»Medizinisch sinnvoll«

Beim medizinisch sinnvollen Krankenrücktransport können Patienten - sofern sie transportfähig sind - in Absprache mit der Notrufzentrale und den behandelnden Ärzten vor Ort mitentscheiden, ob sie sich im heimischen Krankenhaus auskurieren möchten. Gute Reiseversicherer unterhalten eine telefonische Notrufzentrale mit medizinisch geschultem Personal, das rund um die Uhr erreichbar ist. Dieses Team ist mit den Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut und kann in Absprache mit dem Patienten und den dortigen Ärzten alle notwendigen Behandlungen sowie den Rücktransport optimal organisieren.

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