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Sind 153 Flüchtlinge genug?

Karl Kopp über die Aufnahme von Flüchtlingen aus Malta / Kopp ist Europareferent von PRO ASYL und besuchte kürzlich Flüchtlingslager und Gefängnisse in Malta und Griechenland

nd: Gestern sind in Nürnberg 147 Flüchtlinge aus Malta angekommen. Die Bundesregierung hat sich, wie sie sagt, »aus Solidarität« bereit erklärt, insgesamt 153 Afrikaner nach Deutschland umzusiedeln. Reicht solch eine einmalige Aktion?
Kopp: Für die 153 Flüchtlinge ist es natürlich eine Verbesserung, weil sie aus dem Elend herauskommen. Im Sinne von Humanität und Solidarität ist es nur ein Feigenblatt, weil Deutschland weiterhin Menschen nach Malta abschiebt auf Grundlage der Dublin-II-Verordnung.

Das heißt, Deutschland weist weiterhin Flüchtlinge an die EU-Außengrenze zurück - an den Staat, der für das Asylverfahren zuständig ist, weil die Flüchtlinge dort als erstes angekommen sind. Wie ist die Situation für Flüchtlinge auf Malta?
Im Oktober habe ich dort sechs junge Männer aus Somalia getroffen, die aus Deutschland abgeschoben wurden. Einer von ihnen war eineinhalb Jahre in Deutschland. Er sprach gut deutsch und hatte hier Fußball g...


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