Peter H. Feist 07.12.2011 / Kultur

Frau namens Mittelmeer

Zum 150. Geburtstag: Der Bildhauer Aristide Maillol

In Banyuls-sur-Mer an der Mittelmeerküste, dicht an der spanischen Grenze, kam der Sohn eines Tuchhändlers und Weinbauern am 8. Dezember 1861 zur Welt. Seine Muttersprache war Katalanisch. 83 Jahre später starb er im gleichen Ort infolge eines Autounfalls. Zwei von vielen guten Gründen, an ihn zu erinnern, seien genannt. Erstens: Etwa auf halbem Lebensweg, in dem Jahrzehnt ab 1900, schuf Aristide Maillol mit eigentlich nur wenigen, aber vielfach variierten Skulpturen einen der Höhe- und Orientierungspunkte für die internationale Plastik im 20. Jahrhundert, was freilich erst später akzeptiert wurde. Dabei stellten zu diesem Zeitpunkt jüngere Künstler bereits verschiedene andere Auffassungen seiner Art zu gestalten entgegen und wurden mindestens ebenso erfolgreich. Matisse und Picasso achteten aber den Älteren und dessen Kunst. Zweitens: Maillol bietet ein markantes Beispiel dafür, dass sowohl verständnisvolle Künstlerkollegen als auch Nicht-Künstler, also äußere Umstände einen wesentlichen Anteil daran haben können, wie und ob überhaupt eine künstlerische Begabung sich entfaltet.

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