Ralf Streck, Madrid 08.12.2011 / Ausland

Empörte besetzen weiter

Regionalregierung in Spaniens Hauptstadt räumte »Hotel Madrid«

In Madrid setzte die Polizei gewaltsam 100 Opfer der Immobilienblase auf die Straße. Die von der Volkspartei (PP) gestellte Regionalregierung nimmt damit den Wechsel in der spanischen Zentralregierung vorweg. Die Empörten reagieren mit weiteren Besetzungen.

Etwa 30 »Indignados« haben am Dienstag ein weiteres Haus in Madrid besetzt, um aus ihren Wohnungen vertriebenen Familien eine Unterkunft zu verschaffen.

Tausende fanden sich am Montagabend in den Straßen Madrids ein und demonstrierten mehr als drei Stunden lang durch die Innenstadt, um gegen die Räumung des »Hotels Madrid« zu demonstrieren. Das Hotel nahe der »Puerta del Sol«, dem Zentrum der »Indignados« (Empörte), hatte sich zum neuen Wahrzeichen der Bewegung entwickelt. Die Demonstranten beklagten, dass Opfer der Immobilienblase durch die Räumung des Hotels erneut zu Opfern geworden seien. Denn das leer stehende »Hotel Madrid« wurde am 15. Oktober besetzt, um Familien ein Obdach zu bieten, die aus ihren Wohnungen geworfen worden waren. Viele können wegen Arbeitslosigkeit die Hypotheken auf ihre Wohnungen nicht mehr bezahlen. Seit Beginn der Krise haben daher Kreditinstitute mehr als 300 000 Zwangsräumungen beantragt, kritisiert die Plattform der Hypothekenbetroffenen (PAH).

Die Obdachlosen im Hotel »Madrid« waren am Montag von 200 Polizisten auf die Straße gesetzt worden, darunt...

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