Ideologie statt Leistung

Der am Wochenende verliehene Wirtschaftsnobelpreis geht erneut an Vertreter der Neoklassik

  • Von Prof. Dr. Klaus Müller
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Am Samstag wird der »Wirtschaftspreis zu Ehren Alfred Nobels« verliehen. Er geht in diesem Jahr an die Wissenschaftler Christopher Sims und Thomas J. Sargent aus den USA.

Viele glauben, der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften werde für herausragende Leistungen vergeben, dabei sind Ideologie und Herkunft der Aspiranten wichtiger. Das mag kurios klingen, zeigt sich aber auch an den Preisträgern dieses Jahres, den US-Amerikanern Christopher Sims, in Deutschland fast unbekannt, und Thomas Sargent.

Der Preis sei ein »Produkt aus Schacher, Laune, Begünstigung und Scheinheiligkeit«. George Steiner meinte den Nobelpreis für Literatur, als er dies 1984 schrieb. Aber sein Urteil trifft auch zu auf den Preis für Wirtschaftswissenschaften, den die Schwedische Reichsbank seit 1969 verleiht.

Alfred Nobel wollte mit dem Preis Forscher ehren, die auf ihrem Feld der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben. Doch was ist »Nutzen« und wie kann man ihn messen? Von den 69 Wirtschaftsnobelpreisen gingen 48 in die USA, darunter mit Elinor Ostrom 2009 erstmals an eine Frau. Muss man daraus schließen, dass die ...

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