Zwangsweise türkisch

Niedersachsen verweigert auch nach sechs Jahren Trennung eine Familienzusammenführung

  • Von Ralf Hutter
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Niedersachsens Bürokratie stellt einmal mehr unter Beweis, wie Menschen ohne deutschen Pass das Leben zerstört werden kann. Ahmed Siala aus Hildesheim hat es erlebt.

An den Landrat: Protestkarten im Fall Siala steigen in den Hildesheimer Himmel.

Wer seit einem Vierteljahrhundert im Bundesgebiet lebt und sein Herkunftsland gar nicht kennt, hat ein nachvollziehbares Interesse daran, im Lande zu bleiben. Dieser floskelhafte Satz könnte dem Alltagsverstand entspringen. Er musste jedoch 2009 von einer Vorsitzenden Richterin am Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) ausgesprochen werden.

Weil es in gewissen niedersächsischen Amtsstuben kein Interesse daran gibt, wer wie und wie lange wo gelebt hat. Und weil dort bisweilen auch gilt, dass ein Mensch für ein (vermeintliches) Vergehen seiner Eltern haften muss.

Flucht nach Libanon

Der Fall des Ahmed Siala ist kompliziert. »Es geht um einen Flüchtling«, schrieb der Flüchtlingsrat Niedersachsen im Oktober, »der mit 5 Jahren aus dem bürgerkriegsgeschüttelten Libanon mit seinen Eltern nach Deutschland floh, im Alter von 11 Jahren eine deutsche Aufenthaltserlaubnis erhielt und im Alter von 15 Jahren die libanesische Staatsangehörigkeit, ...

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