Brandenburg

Stinkefinger billiger als Bildung

Schüler und Studenten demonstrieren vor dem Landtag gegen Kürzungen

Am Fuße des Potsdamer Brauhausbergs trommeln am Mittwochmorgen unermüdlich Zöglinge einer evangelischen Grundschule. Ihr Lehrer ermuntert sie und trommelt selbst. Oben auf dem Brauhausberg, im Landtag, ertönt Blasmusik. Mit Weihnachtsliedern beginnt die Parlamentssitzung. Der Haushalt 2012 steht auf der Tagesordnung. Inbegriffen sind Kürzungen bei den Privatschulen. Dagegen wehren sich Kinder und Jugendliche, ihre Eltern und ihre Lehrer. Sie belagern die Zufahrt. Wenn ein Auto kommt, ertönen Buhrufe und Daumen zeigen nach unten. Besonders laut sind einige Waldorfschüler. Es trifft auch Abgeordnete der Opposition, die den Kürzungen gar nicht zustimmen wollen - so Dieter Dombrowski (CDU) und Linda Teuteberg (FDP), aber auch einen Kollegen der Nachrichtenagentur dpa, der hier nur berichten möchte. Ein Pädagoge des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder dirigiert einen Sprechchor von Fünftklässlern. Von den 775 Zöglingen dieses Gymnasiums sind ungefähr 600 zum Landtag gekommen. Jungs aus der 8a halten ein Schild hoch. »Plötzlich werden staatliche Schulen groß geschrieben«, ist darauf zu lesen. Das Schild haben sie sich ausgesucht. Es gab mehrere zur Auswahl. Ein Junge gibt freimütig zu, die Lehrer hätten sie angestachelt. Seine Klassenkameraden glauben, dass die Privatschulen benachteiligt werden.

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