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Tschechiens Ex-Präsident Vaclav Havel ist tot

75-Jähriger nach langer Krankheit gestorben

Prag, 18. Dezember (AFP/nd) - Der frühere tschechische Präsident Vaclav Havel ist tot. Er starb nach Angaben seiner Sprecherin Sabina Tancevova am frühen Sonntagmorgen nach langer Krankheit im Alter von 75 Jahren. Havel hatte seit vielen Jahren mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und war zuletzt nur noch selten öffentlich aufgetreten.

Der einstige Dissident zählte zu den Anführern der Samtenen Revolution von 1989, in deren Verlauf die kommunistische Führung der damaligen Tschechoslowakei gestürzt wurde. Im selben Jahr wurde Havel zum Präsidenten gewählt. Nach der Teilung des Landes wurde er 1993 Staatschef von Tschechien und blieb bis 2003 im Amt.

Havel sei friedlich im Schlaf gestorben, sagte Tancevova. Bis zuletzt sei seine Frau Dagmar sowie eine der Nonnen bei ihm gewesen, die sich in den vergangenen Monaten um den kranken Ex-Präsidenten gekümmert hatten.

Als ehemaliger starker Raucher litt Havel seit Jahren an gesundheitlichen Problemen, als eine der Ursachen galt eine während seiner Zeit im Gefängnis schlecht ausgeheilte Lungenentzündung. Havel verbrachte vor 1989 fünf Jahre in kommunistischer Haft. Mitte der 90er Jahre erkrankte er an Lungenkrebs, 1996 wurden ihm ein Tumor und Teile des rechten Lungenflügels entfernt, seither kämpfte er mit Atemproblemen. Zwei Jahre nach der Operation überlebte er einen Herzinfarkt.

Nach einem Krankenhausaufenthalt wegen einer schweren Lungenentzündung im März hatte Havel die vergangenen Monaten überwiegend in seinem Landhaus 150 Kilometer von Prag verbracht. Seine Krankheit ging mit zahlreichen Komplikationen einher, darunter Gleichgewichtsstörungen, Gedächtnis- sowie Gewichtsverlust, wie er in einem Interview im September erklärt hatte. Erst am Samstag vor einer Woche hatte Havel in Prag den Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, getroffen, bevor er wieder in sein Haus auf dem Land zurückkehrte.

Weitere Infos zum Thema später auf www.neues-deutschland.de

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