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Die laotisch-vietnamesische Bananenstraße

Reger Grenzverkehr am einstigen Ho-Chi-Minh-Pfad

  • Von Alfred Michaelis, Vientiane
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Um Gesetze und Abgabenordnungen schert man sich an der Grenze zwischen Laos und Vietnam offensichtlich wenig.

Die abenteuerliche Bananenfuhre

Der Mann stellt sein Motorrad an den Straßenrand und verschwindet im Busch. Wenige Minuten später kehrt er schwer beladen zurück: Gemeinsam mit einem Kompagnon schleppt er Büschel um Büschel grüner Bananen heran und stapelt sie kunstvoll auf ein Brett auf dem Rücksitz des Rades. Auch unter das Brett werden etliche Stauden gebunden.

Keine halbe Stunde vergeht, und das abenteuerlich bepackte Gefährt ist zur Abfahrt bereit. Die beiden Männer zwängen sich hinter den Lenker und haben einige Mühe, ihr Schwerlastmotorrad in Gang zu bringen. Nur langsam gelingt es ihnen, aus der Schlängelbewegung auf einen Geradeauskurs zu kommen. Nichts darf den beiden in den Weg geraten. Die Folgen wären fatal.

Nicht minder abenteuerlich als Ladung und Bewegung des Motorrades sind die anderen Begleitumstände des Unternehmens. Die beiden Männer sind Vietnamesen. Sie haben ihr Gefährt etwa 15 Kilometer von der Grenze entfernt in Laos beladen. Die Nation...


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