Die Wüste wächst

Der Sahelstaat Mali soll Vorreiter bei der Klimaanpassung werden, doch 2012 droht eine Katastrophe

  • Von Philipp Hedemann, Bamako
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Mali ist von den Folgen des Klimawandels arg betroffen. Der Weltklimagipfel hat dem Land wenig gebracht. Die zehn Millionen Euro, die Bundesumweltminister Norbert Röttgen der Regierung Malis zusagte, sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Damit soll der Sahelstaat in puncto Anpassungsfähigkeit eine Vorreiterrolle einnehmen.

Dabadje Souo hofft auf Regen, damit sie ihren Sohn Jamke auch 2012 noch ernähren kann.

Für Modibo Keita ist die Sache klar. So etwas Gewaltiges kann nur der allmächtige Gott bewirken. Seit über zwei Monaten hat es keinen Tropfen geregnet, die gesamte Hirse auf seinem Feld im Süden Malis ist vertrocknet. Der Bauer weiß nicht, wie er im nächsten Jahr seine sechs Kinder ernähren soll. Was der fromme Muslim für eine Laune Allahs hält, halten Wissenschaftler für die ersten Auswirkungen des Klimawandels.

Wenn Keita an seinem Hirsefeld vorbei geht, wendet er den Kopf zum Himmel. Nicht weil er hofft, dort endlich eine Wolke zu entdecken. Er kann den Anblick seines vertrockneten Feldes einfach nicht mehr ertragen. »Die Pflanzen sollten jetzt grün und saftig, die Kolben voll und schwer sein. Stattdessen ist alles vertrocknet«, klagt der 37-Jährige. Heute ist er ausnahmsweise einmal in sein staubiges Feld gegangen, das Wegschauen hilft ja doch nicht.

Auf die Missernte folgt die Hungersnot

»In guten Jahren ernte ich a...

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