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Genossenschaften hoffen auf einen Klimawandel

MGV-Verbandspräsident Berger: »Steilvorlage«, um solidarisches Wirtschaften populärer zu machen

  • Von Hendrik Lasch, Chemnitz
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

2012 wurde von den Vereinten Nationen zum Jahr der Genossenschaften erkoren. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon begründet diese Entscheidung mit der Verbindung von Wirtschaftlichkeit und sozialer Verantwortung, die die Genossenschaften der internationalen Gemeinschaft vorleben. In Deutschland stoßen sie noch allzu oft auf Vorbehalte. »nd« wird das Thema das Jahr über begleiten.

Vor einigen Jahren hat sich Dietmar Berger Gründerfibeln der Industrie- und Handwerkskammern in Sachsen besorgt. In den Heften suchte der Verbandspräsident des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes (MGV) danach, welche Informationen angehende Unternehmer zu Genossenschaften erhalten. Das Resultat fiel ernüchternd aus: Eine einzige Broschüre erwähnte die Unternehmensform. Tenor des Satzes: Wenn sonst gar nichts hilft, kann man notfalls eine Genossenschaft ins Leben rufen.

Ein Unding, sagt Berger - nicht zuletzt in einem Land, in dem die Genossenschaftsidee in Deutschland einen ihrer Ursprünge hat. In Delitzsch schlossen sich 1849 fünf Dutzend Schuhmacher zu einer »Assoziation« zusammen - eine Geburtsstunde der Bewegung, die von einem in der Stadt gebürtigen Mann besonders gefördert wurde: Hermann Schulze-Delitzsch gilt als ihr Gründervater; als Abgeordneter im Reichstag machte er sich für eine gesetzliche Grundlage stark. An sein...


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