Über den Kopf gewachsen

Dresden kommt mit dem Bau von Kitas nicht nach - nun sollen sich Unternehmen beteiligen

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Weil die Geburtenzahlen weit über den Prognosen liegen und immer mehr Familien nach Dresden ziehen, fehlen Kitaplätze. Ein Hauruck-Plan soll helfen, doch es mangelt an Geld.

Die Eltern der Jüngsten haben es am schwersten: Wer in Dresden einen Krippenplatz sucht, benötigt Glück. Ein Grund: Viele Plätze in städtischen Kitas bleiben derzeit für Kinder von über drei Jahren reserviert. Sie haben einen Rechtsanspruch auf Betreuung. Und auch von ihnen gibt es viele - viel mehr, als man sich in Sachsens Landeshauptstadt einst hätte träumen lassen.

Entgegen dem Trend in weiten Teilen Ostdeutschlands wächst die Einwohnerzahl in Dresden. Ende 2010 hatte die Stadt 523 000 Einwohner, bis 2025 sollen es 550 000 werden - 20 000 mehr als erwartet. Zum einen werden in der Stadt viele Kinder geboren. Zudem kommen unerwartet viele Familien mit Kindern an die Elbe - und ziehen nicht so bald wieder weg. Das ist erfreulich, stellt die Stadt aber vor große Probleme etwa bei der Kinderbetreuung. Derzeit gibt es 42 047 Plätze in 337 Kitas, ein Drittel davon stadteigen. Weil aber die Kinderzahl bald immer deutlicher über den vo...


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