Krisenfestes Baskenland

Der starke Kooperativensektor wird seiner sozialen Verantwortung gerecht und trotzt der spanischen Krise

  • Von Ralf Streck, San Sebastián
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Spaniens Wirtschaft steckt tief in der Rezession. Im Baskenland sieht die Lage nicht so düster aus. Das liegt nicht zuletzt am weit verbreiteten Kooperativenwesen.

Fünf Millionen Menschen haben in Spanien keinen Job. Ein Ende des Anstiegs der Arbeitslosigkeit von derzeit knapp 23 Prozent ist nicht in Sicht. Weit besser ist die Lage im Baskenland. Dort gibt es viele Kooperativen, die ihre Arbeitskräfte zu schätzen wissen. Mehr als 100 davon sind in der Kooperativenvereinigung Mondragón (MCC) zusammengeschlossen. Es handelt sich um die größte Kooperative der Welt und die siebtgrößte Firmengruppe in Spanien. Da die Kooperativen ihre soziale Verantwortung ernst nehmen, wurden in der schweren vierjährigen Krise kaum Stellen abgebaut. Ende 2010 waren noch 84 000 Personen allein in den MCC-Kooperativen beschäftigt, etwa 1000 weniger als im Vorjahr. Fast die Hälfte der Beschäftigten ist im Baskenland tätig, denn die MCC-Philosophie ist, Einkommen und qualifizierte Arbeit im direkten Umfeld zu schaffen, um zur gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen. Drei Prozent aller Stellen im Baskenland finden sich...


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