Postbank als riesiger Vertriebskanal

Deutsche Bank will eigene Fondsprodukte verkaufen / Verbraucherschützer sehen eher Nachteile

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Bei der Postbank soll künftig ein anderer Wind wehen: Sie soll vor allem die Finanzprodukte der Konzernmutter Deutsche Bank verkaufen.

Als die Deutsche Bank die Postbank mit Unterstützung der Politik und zum niedrigen Preis übernahm, erklärte Konzernchef Josef Ackermann, er wolle damit die Privatkundensparte seines Hauses stärken und unabhängiger vom stark schwankenden Investmentbanking werden. Aber offenbar ist der Zusammenhang auch umgekehrt: Die Postbank mit rund 14 Millionen Kunden und 1100 Zweigstellen soll zum gigantischen Vertriebskanal der Investmentfondstochter DWS der Konzernmutter werden und künftig vor allem deren Finanzprodukte verkaufen. Mit diesem Schritt treibe das größte deutsche Geldinstitut die Integration ihrer neuen Tochter voran, berichtete die »Financial Times Deutschland« diese Woche unter Berufung auf Bankkreise.

Bislang verkaufte die Postbank vor allem Produkte externer Finanzfirmen - und unterschied sich damit von anderen Großbanken, aber auch von Sparkassen und Genossenschaftsinstituten. Intern wird der Kurswechsel laut dem Bericht dami...


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