Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Ratzingers rote Reserven

Kommentar von Ingolf Bossenz

Der Papst bestellt sein Haus. Denn die Ernennung neuer Kardinäle ist zuallererst ein Akt der Sorge und Vorsorge um die Nachfolge. Die nach dem Oberhaupt höchsten Kirchenfürsten sind es schließlich, die bei einer Papstwahl das Sagen haben - wenn sie jünger als 80 sind.

Letzteres trifft auf immerhin 18 der 22 jetzt von Benedikt XVI. zu Kardinälen ernannten Prälaten zu. Dass sich unter diesen weder Kirchenrebellen noch Radikalreformer befinden, überrascht nicht. Ebenso wenig die Beförderung des Erzbischofs von Berlin, Rainer Maria Woelki, zum Purpurträger. Zwar ist der Mann mit 55 der »Benjamin« unter den Eminenzen. Besondere Wertschätzung für Woelki oder gar für die deutsche Hauptstadt, die sofort einige Politiker reklamierten, stehen dabei nicht im Vordergrund. Berlin ist traditionell Kardinalssitz und für den nach Georg Sterzinskys Tod zu berufenden Erzbischof wurde mit Woelki von vornherein ein diplomatisch-eloquenter, aber knallkonservativer Kleriker ausgesucht. Der in strikter Loyalität zum Pontifex steht. Johannes Paul II. gelang es aufgrund seiner langen Amtszeit, fast das gesamte Kardinalskollegium auszuwechseln. Das wird Benedikt nicht schaffen. Mit nunmehr vier Ernennungsrunden sammelt er aber seine Reserven.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln