Werbung

In 45 Tagen um die Welt

Französischer Segler Loick Peyron stellt mit seinem Trimaran einen neuen Weltrekord auf

  • Von Kristof Stühm, SID
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Rotwein und Käse warteten schon auf Loick Peyron, als er nach 45 Tagen, 13 Stunden, 42 Minuten und 53 Sekunden sein Ziel erreichte. Nie zuvor hatte ein Skipper in so kurzer Zeit die Welt umsegelt. »Ein Schiff der Superlative, meine überragende Crew und wirklich gute Wetterbedingungen haben das möglich gemacht«, sagte Peyron, nachdem er am Wochenende den Hafen von Brest in Nordwestfrankreich erreicht und die Jules Verne Trophy gewonnen hatte.

Auf der knapp 54 000 Kilometer langen Strecke erreichte Peyron mit seiner 13-köpfigen Crew Spitzengeschwindigkeiten bis zu 89 km/h. Damit pflügte der 40 Meter lange Trimaran »Banque Populaire V« schneller als ein Atom-U-Boot durch die Weltmeere. Am Ende war er knapp drei Tage schneller als der französische Skipper Franck Cammas im März 2010.

Am 22. November 2011 stach der 52-jährige Peyron, dessen Bruder Bruno die Trophäe bereits dreimal gewonnen hatte, in See. Seine Route führte ihn von Europa aus entlang der afrikanischen Westküste, um das Kap der Guten Hoffnung, südlich an Australien und Neuseeland vorbei, um Kap Hoorn und durch den Atlantik mit einem großen Umweg um das Azorenhoch zurück zum Eingang des Ärmelkanals. »Wenn du in 45 Tagen um die Welt segelst, stößt du sehr oft an deine Grenzen«, sagte Peyron, »aber wir haben auch viele wundervolle Bilder gesehen: Eisberge, Albatrosse und die Kerguelen Inseln. Wir sind sehr stolz.«

Die Rivalen sägen bereits an seinem Segel-Thron. Besonders engagiert treibt Alain Thébault sein Projekt nach vorne. Mit seiner Yacht »Hydroptère« erreichte der Franzose bereits Geschwindigkeiten von 95 km/h. Je heftiger der Wind peitscht, desto höher hebt sich die sechs Tonnen schwere Hydroptère aus dem Wasser und scheint dann fast zu fliegen. Thébault will die Strecke in weniger als 40 Tagen zurücklegen, doch noch gilt seine Hightech-Yacht nicht als hochseetauglich. So kann Peyron seinen Status als Frankreichs Segellegende Nr. 1 wohl noch eine Weile genießen. Zurücklehnen wird er sich nicht - das nächste Ziel hat er fest im Blick: den America's Cup. Mit seinem Bruder Bruno, der die Kampagne des Energy-Teams leitet, will er die älteste Sporttrophäe der Welt nach Frankreich holen - und stilsicher mit Rotwein und Käse feiern.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!