Striktes Nachtflugverbot

Bundesamt veröffentlicht nun doch Lärmgutachten

Dessau-Roßlau (dpa/nd). Das Umweltbundesamt (UBA) plädiert dafür, die Flugrouten-Vorschläge für den künftigen Berliner Flughafen in Schönefeld zu überarbeiten. Beim Lärmschutz würden die bisherigen Pläne der Deutschen Flugsicherung (DFS) »der komplexen Besiedlungsstruktur in der Umgebung des Flughafens BER nur unzureichend gerecht«, heißt es in der Lärmbewertungsstudie des UBA, die gestern veröffentlicht wurde. Noch am Dienstag war dies auf Betreiben des Bundesverkehrsministeriums verhindert worden. Nach Ansicht des UBA seien für die Gebiete um den Wannsee, den Müggelsee und die Havelseen gesonderte Maßnahmen erforderlich, um den Fluglärm zu mindern. Das UBA empfiehlt, die Flugrouten zunächst ein Jahr lang zu testen und dann gegebenenfalls zu ändern. Die Empfehlungen des UBA sind nicht verbindlich. Letztlich legt das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) die Routen fest. Es will sie am 30. Januar vorstellen.

Wie für andere stadtnahe Flughäfen auch empfiehlt das UBA für den neuen Berliner Airport »eine regelmäßige Nachtruhe in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr«.

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