Deutsch-französische Isolation

Kritik an Merkels und Sarkozys Antikrisenprogramm wird lauter

  • Von Uwe Sattler
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Am Mittwoch beriet in Berlin Italiens Regierungschef Mario Monti mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Euro-Schuldenkrise. Monti hatte vor der Begegnung den deutsch-französischen Antikrisenkurs scharf kritisiert. Damit steht er nicht allein.

»Wenn es für die Italiener nicht greifbare Erfolge ihrer Spar- und Reformbereitschaft gibt, wird in Italien ein Protest gegen Europa entstehen - auch gegen Deutschland«, hatte Monti vor dem Treffen mit Merkel einer Zeitung erklärt. Damit spielte er auf das »Antikrisenprogramm« an, das seine Regierung kurz vor Weihnachten im Schnellverfahren im Parlament durchgebracht hatte. Mit den Maßnahmen, darunter die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters und Steuererhöhungen, erhofft sich Rom nicht zuletzt günstigere Konditionen für notwendige neue Kredite; heute will das Land weitere zwölf Milliarden Euro aufnehmen. »Das Problem besteht aber darin, dass wir trotz dieser Opfer kein Entgegenkommen der EU, etwa in Form einer Senkung des Zinssatzes, erfahren«, beklagte sich Monti. Nach der Berliner Unterredung dürfte sich daran nichts...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.