Eine gefährliche Person?

Zum 120. Geburtstag von Martin Niemöller

  • Von Heinrich Fink
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Als Hitler im Januar 1934 zusammen mit dem neu ernannten Reichsbischof Ludwig Müller vor kirchenleitenden Persönlichkeiten erklärte, dass sie sich ausschließlich um die Kirche, nicht um Politik zu kümmern hätten, widersprach Martin Niemöller ihm öffentlich, »dass weder Sie noch sonst eine Macht in der Welt in der Lage sind, uns als Christen die uns von Gott auferlegte Verantwortung für unser Volk abzunehmen«. Dies empörte Hitler so sehr, dass er Niemöller umgehend Predigtverbot erteilen ließ und ihn zum »Feind des deutschen Volkes« erklärte. Bis 1937 musste Niemöller sich 40 Gerichtsverfahren stellen, wurde wiederholt verhaftet und saß schließlich als persönlicher Gefangener Hitlers acht Jahre im KZ Sachsenhausen und Dachau. Später wies Niemöller wiederholt darauf hin, dass ihn die selbstverständliche Solidarität der kommunistischen Mithäftlinge - auch ihm, dem Pfarrer, gegenüber - tief beeindruckt habe. Er habe sich geschämt, dass e...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.