Washingtons neuer Mann in Moskau

Botschafter McFaul könnte in Beziehungen USA-Russland Bewegung bringen

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Diese Woche vom US-amerikanischen Kongress als neuer Botschafter Washingtons in Russland vereidigt, soll Michael McFaul seinen Posten in Moskau schon am Sonntag antreten.

Michael McFaul, Karrierediplomat und Professor für Politikwissenschaften, hat maßgeblichen Anteil an der außenpolitischen Doktrin von Präsident Barack Obama und diente diesem auch als Berater. Der 49-Jährige gilt als Experte für Osteuropa und den postsowjetischen Raum, kennt nahezu alle russischen Politiker von Rang persönlich, ebenso die Experten der wichtigsten russischen »Denkfabriken« und spricht fließend russisch.

Obama hatte McFaul schon im Sommer ernannt, das Bestätigungsverfahren im Kongress zog sich jedoch Monate hin. Der Grund: tiefe Differenzen zur Russlandpolitik zwischen Demokraten und Republikanern. Letztere standen dem von Obama und Russlands Präsident Dmitri Medwedjew im Juli 2009 vereinbarten Neustart der Beziehungen von Anfang an sehr kritisch gegenüber.

Das eigentliche Problem im russisch-amerikanischen Verhältnis, glaubt daher Andrej Piontkowski vom Institut für Systemanalyse der Russischen Akademie der Wiss...


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