»Die moderne Demokratie hat wenig mit Demokratie zu tun«

Der Journalist Mathew D. Rose über das Diktat des Geldes und den kommerzialisierten Politikbetrieb in Deutschland

Der in New York geborene Historiker und Journalist Mathew D. Rose schildert in seinem neuen Buch die Gesetzmäßigkeiten des hiesigen Politikbetriebs, der vor allem von Korruption gekennzeichnet ist. Für »nd« sprach mit ihm Thomas Blum.

nd: Sie meinen, dass Parteien funktionieren wie Wirtschaftsunternehmen. Ist das nicht normal in einem kapitalistischen System?
Mathew D. Rose: Ich versuche zu erklären, warum die moderne repräsentative Demokratie wenig mit Demokratie zu tun hat. Sie wird vielmehr durch den Machterhalt einer Elite bestimmt - der Reichen. Es ist keine Überraschung, dass der Kapitalismus und die repräsentative Demokratie fast gleichzeitig entstanden sind. In der Bundesrepublik spricht man von einer »Parteiendemokratie«. Ich finde den Begriff viel ehrlicher als den der »repräsentativen Demokratie«. Die Parteiendemokratie hat keinen Anspruch darauf, das Volk zu repräsentieren. Die Parteien sind souverän. Dass die Politik in den westlichen Nationen sich jedoch so weit kommerzialisiert hat, haben wir lange nicht gehabt. Die neuen Strukturen dieser Kommerzialisierung beschreibe ich.

Sie sprechen von 1500 Wirtschaftslobbyisten, die Einfluss auf politische Ent...


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