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Heiß und hungrig

Mönchengladbach möchte die Rückrunde der Bundesliga heute mit einem Sieg gegen den FC Bayern einläuten

  • Von Morten Ritter und Christian Kunz, dpa
  • Lesedauer: 3 Min.

Gelingt dem Rekordmeister im Schlagerspiel die Revanche oder kann Marco Reus den Höhenflug mit Borussia Mönchengladbach fortsetzen? Gleich zum Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga steht Tabellenführer und oberster Titelanwärter Bayern München vor der ersten schweren Probe und muss seine großen Ambitionen beim alten Rivalen und Verfolger im Borussia-Park unter Beweis stellen. »Wir wollen gleich ein Zeichen setzten«, kündigte Kapitän Philipp Lahm an.

Der Respekt der Bayern vor dem Überraschungsteam der Hinrunde ist groß, zumal den Gladbachern im Hinspiel ein spektakulärer 1:0-Erfolg gelang. Aber das Selbstbewusstsein des Favoriten ist noch größer. »Wenn wir so spielen, wie zeitweise in der Vorrunde, wird es schwer, uns zu stoppen. Wir wollen gewinnen und eine Serie starten«, sagte Bastian Schweinsteiger, der nach mehr als zweimonatiger Verletzungspause ins Team zurückkehren wird. Dafür müssen die Bayern allerdings den gesperrten linken Flügelflitzer Franck Ribéry ersetzen.

Für Trainer Jupp Heynckes ist es einmal mehr die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. »Bayern gegen Gladbach ist immer etwas Besonderes. Da wird wieder die alte Rivalität ausbrechen«, meinte der Münchner Coach. Aber auch wenn Mönchengladbach die Überraschungsmannschaft sei, »wir haben eine hervorragende Ausgangsposition in allen drei Wettbewerben«, sagte Heynckes.

Im Blickpunkt der mehr als 54 000 Zuschauer steht natürlich auch Borussias Shootingstar Marco Reus, den der FC Bayern gerne verpflichtet hätte. Der 22-jährige Nationalspieler, dem die Münchner nachgesagt haben, dass er den Konkurrenzkampf beim Rekordmeister gescheut habe, will Taten sprechen lassen. »Wir sind richtig heiß und wollen das Spiel gewinnen«, meinte Reus. Die Bekanntgabe seines Wechsels zu Borussia Dortmund und die hohe Ablöse von 17,1 Millionen Euro scheinen den Stürmer nicht zu belasten. »Ich glaube, dass ihn das eher motivieren wird«, sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl.

Die Gastgeber, die nur vier Zähler hinter den Bayern liegen, haben nach der besten Hinrunde seit 35 Jahren Erwartungen im Umfeld geschürt. Der Hunger auf den ersten Einzug ins internationale Geschäft nach 16 Jahren ist groß. Trainer Lucien Favre warnt aber vor zu großer Euphorie und der noch schwierigeren Rückrunde. Entscheidend werde sein, wie man aus den Startlöchern kommt. »Wir haben ein sehr schweres Auftaktprogramm«, so Favre vor den Spielen gegen Bayern, in Stuttgart und Wolfsburg sowie gegen Schalke 04.

»Bayern ist Favorit auf die Meisterschaft. Wir werden in dem Spiel sehr viel Ruhe und Geduld mitbringen müssen, aber wir haben keine Angst«, meinte Gladbachs Trainer, der auf seinen Abwehrchef Dante (Gelbsperre) verzichten muss. Die Borussen, die seit mehr als sieben Jahren im heimischen Borussia-Park nicht mehr gegen die Münchner gewonnen haben, könnten daher aber auch mit einem Remis gut leben. »Einen Punkt wollen wir zu Hause auf jeden Fall behalten«, meinte Kapitän Filip Daems.

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