Ungeschminkt

Hans Baluschek erfasste die sozialen Spannungen der Wilhelminischen Ära

  • Von Klaus Hammer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
»Tingel Tangel«, Hans Baluschek, 1900

Er gehört zu den Künstlern, die Kaiser Wilhelm II. als »Rinnsteinkünstler« diffamierte, weil ihm deren neue Sichtweise, Themenwahl und soziales Engagement so ganz und gar nicht passte. Als »Armeleutemalerei« hat man diese Richtung der Kunst vor und um die Jahrhundertwende auch bezeichnet: die Wäscherinnen, Büglerinnen, Absinthtrinker von Edgar Degas, die Arbeiter auf dem engen trostlosen Weg zur Fabrik und ausgepowert auf dem Heimweg, die Arbeitslosen am Bahndamm von Hans Baluschek, das hungernde Elend in der Hütte, Krankheit, Vergewaltigung, Tod ohne Beistand in den Grafiken der Käthe Kollwitz.

Von der nüchternen Feststellung der Tatbestände zur polemischen Protokollierung des am Menschen begangenen Unrechts bis zum suggestiven Einsatz der melancholisch düsteren Farbgebung reicht die Skala dieser Kunst, deren Ziel die Herausforderung des saturierten Bürgertums und der für das Sozialprogramm verantwortlichen Führungsschicht war. Ha...

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