Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Buttersäureanschlag auf Projekthaus

Rostock: Bewohner vermuten rechten Hintergrund der Tat

Rostock (epd/nd). In Rostock soll es in der Nacht zum Montag einen Buttersäureanschlag auf ein linksgerichtetes alternatives Projekthaus gegeben haben. Ein Bewohner habe in den frühen Morgenstunden einen stechenden Geruch festgestellt und die Feuerwehr alarmiert, teilte der Verein »Alternatives Wohnen in Rostock« mit.

Das Haus, in dem sich ein Café, Wohnungen und Projekträume befinden, habe nicht geräumt werden müssen. Bewohner vermuteten einen politischen Hintergrund. In der Vergangenheit habe es bereits Anschlagsversuche durch Neonazis gegeben, bei denen mehrfach Kürzel und Bekennerschreiben der Rostocker Kameradschaft »Nationale Sozialisten Rostock« (NSR) hinterlassen worden seien.

Das Polizeipräsidium Rostock bestätigte, dass Unbekannte eine Substanz auf Treppenstufen und einem Kellerfenster ausgebracht haben sollen. Dabei soll es sich laut Feuerwehr um Buttersäure gehandelt haben. Verletzte habe es nicht gegeben. Der polizeiliche Staatsschutz sei eingeschaltet worden, da ein politischer Hintergrund nicht auszuschließen sei.

Nach Angaben des Vereins soll sich der NPD-Landtagsabgeordnete David Petereit, der auch stellvertretender Landesvorsitzender der NPD in Mecklenburg-Vorpommern ist, in jüngster Vergangenheit »sehr interessiert« am Verein gezeigt haben. Er soll in der Rostocker Bürgerschaft mehrfach Anfragen zu dem Verein gestellt haben.

Auf einer neonazistischen Internetseite, für die Petereit verantwortlich sei, seien die Häuser in der Niklotstraße »als ›Anlaufstelle für kriminelle Strukturen‹ denunziert« worden.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln