Alternativen für Rio+20 gesucht

Weltsozialforum 2012 dreht sich thematisch vor allem um Umweltfragen

  • Von Andreas Behn, Porto Alegre
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Heute wird das elfte Weltsozialforum eröffnet. Im brasilianischen Porto Alegre will die Bewegung der Globalisierungskritiker bis Sonntag unter dem Motto »Kapitalistische Krise, soziale und ökologische Gerechtigkeit« über Alternativen zur gängigen neoliberalen Politik diskutieren. Dabei wird auch ein »Gipfel der Völker« vorbereitet, der parallel zum UN-Umweltgipfel in Rio de Janeiro im Juni stattfinden soll.

»Das Weltsozialforum entstand in Porto Alegre vor zwölf Jahren als Antwort auf die neoliberale Arroganz des Weltwirtschaftsforums in Davos«, sagt Candido Grzybowski, einer der Gründer des wichtigsten Treffens der globalisierungskritischen Bewegung. »Damals behaupteten wir: ›Eine andere Welt ist möglich.‹ Jetzt müssen wir den Weg dahin beschreiten, die Alternativen schaffen.«

Um diesem Vorsatz gerecht zu werden, lädt Porto Alegre nun nicht zu einem Welt-, sondern zu einem Thematischen Sozialforum (FST) ein. Der Forumsprozess hat sich im Laufe der Jahre dezentralisiert, es gibt allerorten regionale Treffen. Die weltweite Bewegung kam zuletzt im Januar 2011 in Senegal zusammen.

Das Motto des FST, das heute mit einer Demonstration beginnt, ist so allgemein wie aktuell: »Kapitalistische Krise und Soziale wie Ökologische Gerechtigkeit«. Das Forum ist in erster Linie als inhaltliche Vorbereitung für die UN-Konferenz über Nachhaltige E...

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