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Die Weltbürgerbewegung übt Selbstkritik

Das Sozialforum will sich in der arabischen Welt erneuern

  • Von Gerhard Dilger, Porto Alegre
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das Weltsozialforum will nicht in Routine erstarren. Das Treffen der Globalisierungskritiker in Porto Alegre, das am Sonntagabend mit einem Appell für eine gerechtere Globalisierung zu Ende ging, zog eine kritische Bilanz der diesjährigen Begegnungen in der brasilianischen Stadt. Neuen Schwung will man sich an einem neuen Ort, beispielsweise in Tunesien, holen.

Das Weltsozialforum (WSF) zieht weiter. In seiner Sitzung am Sonntag bekräftigte der Internationale WSF-Rat, dass das Großereignis, das seit 2005 nur alle zwei Jahre stattfindet, 2013 in der arabischen Welt organisiert werden soll. »Eigentlich hatten wir den Großraum Kairo anvisiert, aber wegen der politischen Instabilität ist das so gut wie unmöglich«, sagte Ratsmitglied Francisco »Chico« Whitaker. »Jetzt liegt der Vorschlag Tunesien auf dem Tisch, und vorher sollen in Marokko und Ägypten regionale Foren stattfinden.«

Zé Correa aus São Paulo, der in Porto Alegre die konzeptionellen Arbeitsgruppen koordinierte, fügte hinzu: »In Nordafrika wäre das Forum sehr viel nützlicher.« In der Tat waren beim jetzigen »Thematischen Sozialforum« in der südbrasilianischen Großstadt die Verschleißerscheinungen unübersehbar. Selten standen Aufwand und Ergebnis in einem krasseren Missverhältnis. Den Löwenanteil der Finanzierung übernahmen brasiliani...


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