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Kein Opel in Bochum ?

Michael Hermund über Drohungen der General-Motors-Führung / Der 51-Jährige ist Regionsvorsitzender der DGB-Region Ruhr-Mark

nd: General Motors fuhr 2011 den höchsten Gewinn der Firmengeschichte ein, beklagte gestern aber »abscheuliche« Quartalsverluste bei seiner Tochter Opel. Gedroht wird mit der Schließung der Standorte Bochum und Ellesmere Port in England. Wie ernst muss man die Idee nehmen, die Produktion nach Südkorea zu verlagern?
Hermund: Das sind zunächst Drohgebärden, Betriebsrat und Gewerkschaften sollen weich gekocht werden. Die Bochumer Belegschaft hat jahrelang auf eigentlich vereinbarte Lohnerhöhungen verzichtet. Nun stehen sie zur Zahlung an. GM betreibt ein ganz fieses Spiel: Die Konzernführung droht mit Verlust des Arbeitsplatzes, wenn nicht weiterhin Verzicht geübt wird. Das ist ein Vertragsbruch!

nd: Ein Konzernsprecher sagt: GM verliere die Geduld und erwarte zur Rettung der beiden Standorte tiefe Einschnitte. Ist das angemessen?
Überhaupt nicht. Bis vor kurzem war Opel jene GM-Tochter, die Gewinne einfuhr, während der Konzern in Amerik...


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