Ralf Hutter 10.02.2012 / Politik

Bedenklicher Umgang mit Flüchtlingen

Niedersachsen: Rückkehr für Gazale Salame in weiter Ferne / Protestbriefe an Ministerpräsident

Immer wieder werden aus Niedersachsen dramatische Familienschicksale bekannt. Im Fall Ahmed Siala appellieren Prominente nun an den Ministerpräsidenten.

Ahmed Siala meint seine Metapher bitter ernst. Nach Scherzen dürfte ihm schon sehr lange nicht mehr zu Mute sein. »Die Antwort ist ganz kalt«, sagt er. »Wie das Wetter.« Die Antwort stammt vom niedersächsischen Innenministerium und ging an Sialas Ehefrau, Gazale Salame. Die lebt seit genau sieben Jahren im türkischen Izmir - seit das Ministerium sie am 10. Februar 2005 abschieben ließ.

Dieser Tag riss eine fünf-, mittlerweile sechsköpfige Familie entzwei. Die schwangere Mutter mit dem jüngsten Kind musste in ein Land, in dem sie nie gelebt hatte und dessen Sprache sie nicht kannte. Der Vater mit den beiden ältesten Kindern blieb im Landkreis Hildesheim, wo er seit 20 Jahren gelebt hatte. Seitdem gab es mehrere Gerichtsverfahren, Appelle und Unterstützungskampagnen, die den Fall bundesweit bekannt machten. Auch Gazale Salame setzte im vergangenen Dezember ein Schreiben auf: »Retten Sie meine Familie!« lautete der abschließende Appell...

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