Werbung

Schwärmen in der Vergangenheitsform

Europa League: Christoph Daum kommt als Trainer des FC Brügge zum Spiel gegen Hannover nach Deutschland zurück

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Sehnsucht ist riesig in der kleinen Stadt Brügge. Schließlich ist die Königliche Fußballvereinigung Club Brügge aus der 117 000 Einwohner zählenden Hauptstadt der Provinz Westflandern einer der erfolgreichsten belgischen Vereine. Da die jüngere Vergangenheit aber kaum noch glanzvoll war, der letzte von insgesamt 13 Meistertiteln ging 2005 an den FC, fiel die Entscheidung bei der Trainersuche auf einen großen Namen: Im November kam Christoph Daum.

Heute betritt der 58-Jährige mit Brügge nach seinem Bundesliga-Abstieg mit Eintracht Frankfurt wieder die Fußballbühne in Deutschland - zum Zwischenrundenhinspiel in der Europa League bei Hannover 96. Glaubt man ihm, kehrt Daum keineswegs wehmütig zurück. »Wie soll Brügge denn ein Abstieg sein? Schauen sie sich mal in der Stadt um«, gefällt ihm der sehr gut erhaltene mittelalterliche Stadtkern, der immerhin von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Sportlich kann er nur in der Vergangenheitsform schwärmen - noch. Wenn Daum vom FC Brügge als europäischem Topklub spricht, dann liegt die Betonung auf der »großen Tradition«. 1976 ging das Endspiel im UEFA-Pokal gegen Liverpool verloren, zwei Jahre später das Finale im Europapokal der Landesmeister ebenfalls gegen die Engländer von der Merseyside.

Mit einem neuen Konzept sucht der FC Brügge den sportlichen Erfolg nun auch in der Gegenwart. Er sei der richtige Mann zur richtigen Zeit, begrüßte Klubpräsident Bart Verhaege im November den neuen Trainer. Daums Worte passen dazu: »Ich will Brügge auf Dauer in Belgien wieder an die Spitze führen und auch in Europa wieder im Konzert der Großen etablieren.«

Seinen großen Ehrgeiz hat sich Daum bewahrt. Und bei Teil eins seines Plans ist er auf einem guten Weg. Mit neun Siegen aus zwölf Spielen hat sich der FC Brügge unter ihm in der belgischen Liga bis auf Platz zwei vorgearbeitet. Teil zwei ist ungleich schwerer. Aber zumindest mit einem guten Hinspielergebnis heute in Hannover kann Daum auch auf europäischer Bühne einen Grundstein legen.

Die Favoritenrolle schiebt er aufgrund der reizvolleren Spielklasse dem Gegner zu: »Hannover hat den Vorteil, in einer stärkeren Liga regelmäßig auf hohem Niveau gefordert zu werden.« Ein wenig Sehnsucht klingt auch da mit.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!