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Commons: Nicht Eigentum zählt, sondern wer was tatsächlich braucht und gebraucht

  • Von Friederike Habermann
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Der Begriff »Commons«, auf Deutsch auch »Gemeingüter« oder »Allmende«, fällt immer öfter, wenn es um Alternativen zu unserem profitorientierten Wirtschaftssystem geht. Sowohl materielle (Grund und Boden, Saatgut, Wasser) als auch immaterielle (Wissen, Kunst, Kultur) Ressourcen können Gemeingüter sein. Aber keine Gemeingüter ohne Gemeinschaft, die sie durch kollektive Nutzung pflegt und erhält - diese Praxis wird »Commoning« genannt. Commons stehen somit für eine Ökonomie des Teilens, in der das Gedeihen des gemeinsamen Besitzes im Vordergrund steht.

Bauern- und Umweltverbände kritisieren die ausufernde Patentierung von Saatgut und genetischen Informationen. Patentierung stärkt die Dominanz weniger multinationaler Unternehmen, die den internationalen Handel von natürlichen Ressourcen kontrollieren. Commons ist das Gegenmodell - ohne private Eigentumsrechte und Patente.

»Fand den Tatort superspannend«, schreibt Iris auf einer Fanwebseite. Aber: »Auf Youtube kann man leider den letzten Teil nicht ansehen, wegen der Gema.« Ob ihr jemand die Lösung verraten könne? Offensichtlich lief beim Finale der Tatortfolge »Tod im Häcksler« urheberrechtlich geschützte Musik. Das Geburtstagsständchen Happy Birthday zum Beispiel?

Allmenden waren im Mittelalter die Ländereien von Dorfgemeinschaften; Privateigentum an Grund und Boden war unüblich. Diese Flächen wurden zu Beginn der Neuzeit von den Herrschern angeeignet, was durch die damit verbundene Trennung der Menschen von ihren Lebensgrundlagen zur »Freisetzung« des Industrieproletariats führte. Dagegen ist die Tatortfolge 249 Lappalie? Nein. Jeremy Rifkin, Vorsitzender der Stiftung Economic Trends, schreibt 2000 in seinem Buch »Access«, wir befänden uns im Übergang von der industriellen zur »kollaborativen«, also zur »Revolution des Gemeinschaftlichen«; dies se...


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