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Keine Parteien, nur noch Deutsche?

Gezerre, Erpressung, Triumphgeheul: Die wirklichen Hintergründe der jüngeren Gauckomanie

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Von wegen überparteilich: In der Präsidentenpersonalie Joachim Gauck kulminiert das politische Gezocke der Berliner Parteien.

Es war scheinbar mal wieder soweit: Glückliche Deutsche, vereint in Gauck, dem moralischen Leitstern, dem Querdenker, Freiheitslehrer und intimen Versteher der Jugend! Der patriotische Kitsch, mit dem am Sonntagabend die Hofberichterstattung aufwartete, so schal wie falsch: In der nun drohenden Präsidentschaft Gaucks bricht sich nicht die »Überparteilichkeit« Bahn; das Zustandekommen der Personalie ist vielmehr ein Kulminationspunkt klassischen parteipolitischen Taktierens: Nichts machte das deutlicher als Sigmar Gabriel, der nicht einmal an diesem Abend an sich halten konnte: Gauck gehört vor allem uns, es musste einfach noch an diesem Abend raus.

Gabriels Triumphgeheul ist der würdige Abschluss einer Personalie, die von Anfang an die reinste Taktik war. Es begann im Sommer 2010, wie große Zeitungen schreiben, bei Thomas Schmid, dem »Welt«-Chef. Dass SPD-Chef Sigmar Gabriel und auch den Obergrünen die machiavellische Schönheit des...


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