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Hilfe gegen Hochwasser im Oderbruch

Seelow (dpa). Das vom Binnenhochwasser seit Monaten gebeutelte Oderbruch kann auf Hilfe durch die Landesregierung hoffen. Umweltministerin Anita Tack (LINKE), Innenminister Dietmar Woidke und Agrarminister Jörg Vogelsänger (beide SPD) besprachen gestern, wie die Gemeinden unterstützt werden können. Dabei ging es um Projekte zur Wasserregulierung, die die Gemeinden nicht allein finanzieren können. Das Umweltministerium hatte Anträge auf Förderung abgelehnt, was die Anwohner erzürnte. Sie riefen zur Demonstration am Sonntag auf. Nun soll eine Arbeitsgruppe der Regierung nochmals intensiv prüfen, ob die Projektanträge nicht doch bewilligt werden können, hieß es. Ziel der Regierung bleibe es, durch eine Stabilisierung des Wasserhaushalts das Oderbruch zu sichern. Es geht um 13 Projekte für insgesamt rund fünf Millionen Euro. Ziel ist die Regulierung durch Rückhaltebecken, Wehre und Gräben.

Bei der Demonstration am Sonntag soll der Landstrich symbolisch evakuiert werden, sagte Organisator Frank Schütz. Dazu werden sich Bewohner von Manschnow Richtung Seelow bewegen, die Älteren mit Fahrzeugen, die Jüngeren zu Fuß. »Dem Gewässermanagement wurde über Jahre Geld gestrichen«, erklärte Schütz. Das Grundwasser sei gestiegen. »Es fließt zu wenig ab.« Zudem war das Jahr 2011 extrem nass.

Das Oderbruch sei nur der Anfang, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski. Auch anderenorts, so im Gebiet Müggelspree, beklagten Bürger und Landwirte steigende Wasserstände und nasse Flächen.

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