Ein Jahr nach Fukushima bleibt viel zu tun

  • Von Jochen Stay
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Der 46-jährige Umwelt- und Friedensaktivist Jochen Stay ist Sprecher der Anti-Atom-Organisation »ausgestrahlt«.
Vor gut einem Jahr sorgten 54 Atomkraftwerke in Japan für etwa 30 Prozent der Stromversorgung. Heute sind davon nur noch zwei am Netz und auch diese beiden werden in den nächsten Wochen heruntergefahren. Damit ist in Japan quasi der Sofortausstieg gelungen. Die Wirtschaft ist unter der Vierfachbelastung Erdbeben, Tsunami, Fukushima und Atomausstieg nicht zusammengebrochen. Ganz im Gegenteil: Mit viel Kreativität zeigen die Japanerinnen und Japaner, wie sich Energie einsparen lässt und das Leben in einer Industriegesellschaft trotzdem weiter funktioniert.

Und in Deutschland? Auch hierzulande wurden Konsequenzen aus der Reaktorkatastrophe in Fukushima gezogen - wenn auch nicht ganz freiwillig, konnte doch erst der Protest Hunderttausender die Kanzlerin dazu zwingen, acht Atomkraftwerke abzuschalten.

Doch der Atomausstieg bleibt halbherzig. Neun gefährliche Reaktoren laufen weiter, die meisten davon bis zum Jahr 2022. Die Urananreicherungsa...




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