Anke Stefan, Athen 10.03.2012 /

Operation gelungen, Patient tot

Der Gläubigerverzicht verhindert die schnelle Pleite, hilft Griechenlands Wirtschaft aber nicht auf die Beine

In Griechenland halten sich Erleichterung und Zukunftsangst die Waage. Mit dem Schuldenschnitt und der ersten Tranche des Rettungspaketes hat das gebeutelte Euroland zwar finanziell etwas Luft gewonnen, die immensen Probleme bleiben jedoch bestehen.

»Die größte Streichung staatlicher Schulden«, jubelte die konservative griechische Tageszeitung »Kathimerini« am Morgen danach, »Glückwunsch zum Haircut«, titelte das Konkurrenzblatt »Ethnos«. »Die Regierung treibt das Volk in den Bankrott und finanziert die Banken«, hieß es dagegen auf der Titelseite der Zeitung der kommunistischen Partei »Rizospastis«. Die Zeitung der Linksallianz SYRIZA, »Avgi« dagegen kommentierte den erfolgreichen Schuldenschnitt vom Donnerstag am Freitag nur am Rande. Ihr Titel wurde von den ebenfalls am Donnerstag veröffentlichten Zahlen über Arbeitslosigkeit und Betriebsschließungen dominiert. Danach betrug die Arbeitslosigkeit im Dezember 21 Prozent, bei den Jugendlichen unter 24 ist sogar bereits jeder Zweite ohne Anstellung. Einer Studie des griechischen Handelsverbandes zufolge hat gleichzeitig mehr als ein Viertel der Läden in den bekanntesten Einkaufstraßen der Hauptstadt dicht gemacht.

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